Psychologische Methodenlehre

Veröffentlicht auf von Wissenschaft - Mnemologie

Hier ein kurzer Auszug:

 

Im Gegensatz zur Alltagspsychologie versucht die wissenschaftliche Psychologie, ihre Aussagen mit geeigneten Methoden daraufhin kritisch zu überprüfen, ob sie wahr oder falsch sind. Diese Überprüfung erfolgt systematisch und methodisch kontrolliert. Alltagspsychologische Annahmen können aber auch zufällig richtig sein, sie können im Sinne selbsterfüllender Prophezeiungen wirken, sie können die Wahrnehmung verzerren und oft handelt es sich dabei um nachträglich konstruierte Erklärungen (ex post facto).

Demgegenüber soll die wissenschaftliche Forschung zwei Ziele anstreben: Die Sammlung von Tatsachenwissen (rein deskriptiv) und die Erforschung von Gesetzmäßigkeiten mit dem Ziel der Vorhersage von Ereignissen. Um vom Tatsachenwissen zu geeigneten Hypothesen zu gelangen, ist ein expliziter kreativer Akt der Hypothesenbildung notwendig.

Ein wesentlicher Bestandteil solcher Hypothesen und Gesetze sind Variablen, die mindestens in zwei Abstufungen vorliegen müssen, von denen immer nur eine realisiert werden kann. Variablen mit nur zwei Ausprägungen nennt man auch qualitativ, Variablen mit vielen Ausprägungen werden dagegen als quantitativ bezeichnet; eine weitere Unterscheidung ist nach dem Skalenniveau möglich:

Nominalskala: Hier wird nur zwischen Gleichheit und Verschiedenheit unterschieden (qualitative Variablen).
Ordinalskala: Unterscheidung von größer und kleiner (komparative Variable).
Intervallskala: Auch Aussagen über das Verhältnis von Intervallen zwischen Skalenwerten sind möglich, jede lineare Transformation ist zulässig.
Verhältnisskala: Auch Aussagen über das Verhältnis von Skalenwerten sind möglich; die Einheit ist willkürlich, aber der Nullpunkt ist fest. Daher sind beliebige Multiplikatioen mit einer positiven Konstante möglich.
Absolutskala: Es existiert ein natürlicher Nullpunkt und eine natürliche Einheit.

 

Ein wesentlicher Schritt der Hypothesenprüfung ist die Operationalisierung der Variablen, d.h. die Zuordnung von beobachtbaren Phänomenen zu diesen Variablen. Aus den praktisch unendlich vielen Variablen müssen außerdem einige wenige selegiert werden, auf die man sich konzentrieren will. Wissenschaft besteht auch darin, die für eine bestimmte Fragestellung bedeutsamen Variablen zu entdecken.

Die Grundidee einer empirischen Prüfung ist die, daß man aus der Hypothese eine empirische Vorhersage formuliert und diese mit der Wirklichkeit vergleicht. Bei einem Experiment greift der Forscher aktiv in das Geschehen ein, währen bei einer nicht-experimentellen Untersuchung nur Ereignisse beobachtet werden.

 

Quellenauszug: http://www.zwisler.de/scripts/methoden/node3.html#SECTION00300000000000000000

 

 

Dieser Auzug soll als Hilfe zur erläuterung für den wesentlichsten Unterschied zwischen Mnemologie und Psychologie gesehen werden. 

 

Menschen mit ihren Erinnerungen und emotionen haben in einer Statistik oder Skala nichts zu suchen. Jeder Mensch ist als Individuum einzigartig und nie und unter gar keinen Umständen innerhalb seines Lebens, Erlebens, Fühlens und all der anderen Dinge mit anderen Menschen vergleichbar.

 

Sicherlich ist ein Mensch einer von vielen und kann dort erfasst werden, was er isst, welche Gewohnheiten er hat, welche Hobby´s und Vorlieben. Solche Dinge sind erfassbar, berechenbar, die vorher erwähnten Dinge allerdings nicht.

 

Muss es anders zu umschreiben, ist jeder Mensch für sich wie ein eigenständiger Planet und jede Erfoschung beginnt wieder wie bei allen anderen von vorn. Der Weg dies zu können und zu erreichen ist relativ leicht und nur dieser kann zu einem echten nachhaltigen Erfolg führen.

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